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Regierungskoalition und Landesregierung setzen weiterhin auf Kürzungsmaßnahmen an der traditionsreichen Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die heutige Sitzung im Ausschuss für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landtag kommentiert Hendrik Lange, hochschulpolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, wie folgt:

„Die Koalition aus CDU, SPD und FDP haben sich in der heutigen Sitzung des Wissenschaftsausschusses im Landtag weder mit unserem Antrag zur Finanzierung der Hochschulen beschäftigen wollen, noch mit der Situation an der Uni Halle selbst. Beide Punkte wurden im Ausschuss wiederholt abgesetzt. Die Koalition schiebt die Debatte um Kürzungen an der Uni Halle bzw. um die Zukunft von 26 Professuren, 250 Mitarbeiter*innen-Stellen sowie 4.000 Studienplätzen auf die lange Bank.

Diese Verweigerungshaltung ist der klägliche Tiefpunkt der Wissenschaftspolitik in Sachsen-Anhalt. Angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit wie bspw. beim Klima- und Strukturwandel wäre es wichtig, die naturwissenschaftlichen Bereiche auskömmlich zu finanzieren. Fächer wie Indologie oder Südasienkunde beschäftigen sich mit den größten Länder der Welt. Die Ausbildung von Lehrer*innen in Bereichen wie Sozialkunde steht auf der Kippe, was sich ein Bundesland mit grassierendem Lehrkräftemangel wie Sachsen-Anhalt einfach nicht leisten kann. Die strukturelle Unterfinanzierung der Uni Halle ist ein fatales Zeichen für diese Probleme, die eine wissenschaftlich fundierte Begleitung brauchen. Demografischer Wandel und Überalterung werden durch Hochschulkürzungen nur noch verstärkt.

Es ist der falsche Weg der Koalition, weiterhin abzuwarten und dem Senat der Universität Halle stattdessen Druck zu machen. Es muss ein deutliches Zeichen durch eine stabile Finanzierungszusage erfolgen, damit der Senat eine zukunftsfähige Entscheidung treffen kann. Die Fraktion DIE LINKE unterstützt den laufenden Protest gegen die Kürzungen an der Uni Halle und das Bündnis #MLUnterfinanziert mit ganzer Kraft!“