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Im Rahmen der Verhandlungen zum Corona-Sondervermögen beabsichtigt die Landesregierung eine Ausstattung der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe mit einer entsprechenden Anzahl an Endgeräten. Maßnahmen zur Förderung von pädagogischen Fachkräften für einen zielgruppengerechten Einsatz von Medien fehlen aber in der Gesetzesvorlage in Gänze. Dazu erklärt Nicole Anger, kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

„Immerhin zwei Jahre Pandemie hat es gebraucht, damit die Landesregierung endlich feststellt, dass es eine Digitalisierungsoffensive für die Kinder- und Jugendhilfe braucht. Die Landesregierung scheint nun auch dieses „Neuland“ betreten zu wollen. Gerade die Digitalisierung der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe ist längst überfällig. Aber allein mit der Beschaffung von Endgeräten, wie im Corona-Sondervermögen vorgesehen, ist es nicht getan. Die pädagogischen Fachkräfte werden bei der Anwendung und Administration allein gelassen. Medienbildung sieht wahrhaftig anders aus!

Daher fordern wir die Einrichtung eines landesweit aktiven Digitalen Jugendzentrums zur Unterstützung bei Fragen rund um die digitalen Medien. Eben dieses soll bei der Fortbildung und den Anliegen von Fachkräften eine erste Anlaufstelle sein. So kann bei medien- sowie datenschutzrechtlichen Fragen Unterstützung gegeben werden. Denn Mediennutzung ist ein wesentlicher Bestandteil der gesellschaftlichen Teilhabe – nicht nur in Zeiten der Pandemie.

Diesen Schwerpunkt jetzt endlich in den Blick zu nehmen, sind wir sowohl den jungen Menschen als auch den pädagogischen Fachkräften in der Kinder- und Jugendarbeit schuldig!“